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Politik besucht Wirtschaft: Staatsministerin Ilse Aigner zu Besuch bei RF Plast.

(Ausschnitt aus Zeitungsartikel mit freundlicher Genehmigung Altmühl-Bote - 29.10.2014)

GUNZENHAUSEN (dre) – Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat zwei aufstrebende Gunzenhäuser Firmen besucht und sich über deren aktuelle Lage und Pläne informiert. Dabei ging es auch um Möglichkeiten der staatlichen Förderung. Weder von der Actuator Solutions GmbH (ASG) noch von der RF Plast GmbH kamen bedenkliche, kritische Äußerungen, vielmehr sehen beide Unternehmen weitere Wachstumschancen und die Möglichkeit, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen.
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Die CSU-Politikerin war nach einem Termin in Nürnberg vom hiesigen Landtagsabgeordneten Manuel Westphal (Meinheim) nach Gunzenhausen „gelotst“ worden. Erste Station war das Gewerbegebiet Scheupeleins-mühle, wo die ASG sich in dem früheren Bystronic-Gebäudekomplex niedergelassen hat. Geschäftsführer Markus Köpfer und Markus Gebhardt, Vorstand und Gesellschafter der Alfmeier Präzision AG, gaben Auskunft.
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Direkt danach ging es zu RF Plast in der Weinstraße 8. Der Kunststoffverarbeiter hat seine Kernkompetenz im Präzisionsspritzgießen. Zudem versteht sich das Familienunternehmen auf die individuelle Veredelung von Kunststoffteilen. Es entstehen Einzelkomponenten und Funktionsgruppen, die in der Automobilbranche wie auch in den Branchen Elektronik und Mechatronik, Umwelt und Energie, Frei-zeit und Bau sowie Medizintechnik zum Einsatz kommen. Ein typisches Produkt von RF Plast sind die mechanischen Komponenten für Gaspedale von Autos. Die Geschäftsführer Simon und Nadine Amesöder sowie Forschungsleiter Christoph Heinle wiesen auch auf Sensoren hin, bei denen Kunststoffe und Metalle aufwendig miteinander verbunden sind.

Man verstehe sich als Hochtechnologie-Unternehmen und besitze seit einigen Jahren auch eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Diese beschäftige sich sowohl mit Grundlagenforschung als auch mit Neu- und Weiterentwicklungen. Man strebe konkret umsetzbare Produkte an, die Abläufe und Technologien verbesserten. Der Gunzenhäuser Kunststoffverarbeiter arbeitet vor diesem Hintergrund eng mit Forschungseinrichtungen, Lieferanten und anderen Unternehmen aus der Branche und in der Region zusammen.

Nach den Worten von Simon Amesöder wird die eigene Belegschaft einbezogen, wenn es um bessere und neue Produkte geht. Auch das entstehende Technolgietransferzentrum in Weißenburg könne hier sehr hilfreich sein, so die Erwartung des Geschäftsführers. Er nannte die Stichworte Wissenstransfer und Kompetenzaustausch. Ganz allein hätte es RF Plast schwer, wie jeder Mittelständler dieser Größe, Produkte bis zur Serienreife zu entwickeln. Unter einem gemeinsamen Dach sehe dies schon anders aus. Der Geschäftsführer erwähnte in diesem Zusammenhang ein Projekt für LED-Hochleistungssysteme. Unterstützung durch den Freistaat wäre natürlich hochwillkommen. Größten Wert legt man in der Weinstraße 8 auf die Ausbildung junger Leute und auf Möglichkeiten, Arbeit und Familienfreundlichkeit besser in Einklang zu bringen. Diese Anstrengungen werden inzwischen auch überregional gewürdigt. Die Geschäftsführer wollen ihre Mitarbeiter nach der Lehre im Betrieb halten, erkennen aber auch an, dass diese sich weiterqualifizieren wollen. Direkt nach der Ausbildung zur Technikerschule zu gehen, hält Simon Amesöder indes nicht für ideal. Erst wertvolle Erfahrungen im Betrieb sammeln, dann den Techniker anstreben, so lautet sein Rat, der aber nicht immer angenommen wird. Die Ausbildung bei RF Plast wird ergänzt durch den Blockschulunterricht in Dinkelsbühl. Das hat sich eher als Nachteil erwiesen, weil der Berufsschulstandort Dinkelsbühl der Jugend nicht so attraktiv erscheint. Der Wunsch, dass eine Berufsschule im Landkreis diese Aufgabe übertragen bekommt, wird aber nur schwerlich in Erfüllung gehen. Dafür ist man bei RF Plast sehr zufrieden mit der neuen Berufsausbildungsmesse Altmühlfranken (BAM) und will auch heuer wieder voll einsteigen.
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Vollständiger Artikel aus dem Altmühlboten:

 
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