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2. Kunststoffforum Altmühlfranken - Nachlese

Fachtagung ist ein wichtiger Impuls für Kunststoffregion

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GUNZENHAUSEN — Die Vielsei­tigkeit moderner Kunststoffe und neue Möglichkeiten für die Anwen­dungen aufzuzeigen, das hat sich die Fachtagung des „Kunststoffforums Altmühlfranken“ zur Aufgabe ge­macht. Bereits zum zweiten Mal ging die Tagung in der Gunzenhäuser Stadthalle über die Bühne.

Rund 75 Teilnehmer waren aus dem ganzen Bundesgebiet in die Altmühl­stadt gekommen, um sich über das Thema „Wärmeleitfähige Thermo­und Duroplaste erobern innovative Anwendungsfelder“ näher zu infor­mieren. Sie wurden von Dr.-Ing. Simon Amesöder und seiner Frau Nadine begrüßt. Die beiden Geschäfts­führer der Gunzenhäuser RF Plast Gmb H haben die Veranstaltung im vergangenen Jahr ins Leben gerufen.
Die Kunststoffbranche hat sich in der Vergangenheit vielfältig weiterent­wickelt und auf die Herausforderun­gen neuer Technologien und deren Ansprüche reagiert. So wurden laut Amesöder immer neue Anwendungen erschlossen, die zuvor traditionellen Werkstoffen wie Stahl und Keramik vorbehalten waren. Mit den neuen Möglichkeiten der Verwendung seien aber auch die Anforderungen an die Werkstoffe gestiegen.
Der Einsatz von wärmeleitfähigen Kunststoffen eröffnet nach Amesö­ders Worten ein hohes technisches und wirtschaftliches Potenzial. Um dieses nutzen zu können, gelte es „eine Brücke zwischen den Anforde­rungen der Kunststofftechnik und denen eines effizienten Wäremanage­ments zu schlagen“. Das könne nur durch eine eng abgestimmte Entwick­lungsmethodik und der Verknüpfung beider Technologiebereiche gelingen.
Landrat Gerhard Wägemann zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, dass die Fachveranstaltung nun bereits zum zweiten Mal in Gunzenhausen stattfand. Neben den Bemühungen der öffentlichen Hand im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, das Image einer Kunststoffregion weiter auszubauen, seien solche Impulse aus der privaten Wirtschaft sehr zu begrü­ßen.
Im vergangenen Jahr hat der Land­kreis laut Wägemann „einige Meilen­steine“ in Sachen Kunststoffregion setzen können. Ein Leuchtturm ist dabei für den Landrat der Kunststoff­campus Bayern in Weißenburg, der durch seine Kombination aus Techno­logie- und Studienzentrum zumindest im Freistaat einzigartig sei. Die Ein­richtung mit ihren qualifizierenden Weiterbildungsveranstaltungen sei ein „Angebot für die Stärkung der Kunststoffbranche im Landkreis“.
Im weiteren Verlauf der Veranstal­tung standen sehr fachspezifische Vor­träge auf der Tagesordnung. In einem ersten Block ging es um wissenschaft­lich- technische Grundlagen, hier sprach Professor Dr. Dietmar Drum­mer von der Universität Erlangen­Nürnberg über thermisch leitfähige, modifizierte Kunststoffe und deren werkstoffliche und prozesstechnische Grundlagen. Andreas Lober von der Firma RF Plast ergänzte diesen Bereich mit seinen Ausführungen über „Simulationsbasierte Werkstoff­auswahl für innovative Anwendungen aus wärmeleitfähigen Kunststoffen“.

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Blick in die Praxis
Der Rest der Tagung war den Anwendungsfeldern gewidmet. Dr.-Ing. Andreas Huber (BWM Group) hat­te dabei wärmeleitfähige Duroplaste als Isoliermaterial in elektrischen Antriebsmaschinen zum Thema, Dip­lom- Ingenieur Florian Grimm (3M Technical Ceramics) vollintegrierte LED-Systeme auf der Basis von wär­meleitfähigen Kunststoffen. Nach der Mittagspause ging es noch um die Anwendung als Zellhalter in Lithium-Batterie-Modulen (Leopold Meirer, serva transport systems) und die „Di­gitale Direkt-Metallisierung“ (Dip­lom- Ingenieur Michael Bisges, Plas­ma Innovations). Gastgeber Simon Amesöder schließlich rundete die Tagung mit dem Vortrag „Thermisch und elektrisch leitfähig — Kombinati­on für besondere Anwendungen“

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(Ausschnitt aus Zeitungsartikel mit freundlicher Genehmigung Altmühl-Bote - 16.06.2016)


 

Vollständiger Artikel aus dem Altmühlbote; Autor: Marianne Natalis

 
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